Keine staade Zeit ohne Christkindlmarkt. Das ist nicht nur schöne Tradition sondern vor allem ein Riesengeschäft. Die exakte Zahl kennt (oder verrät zumindest) niemand, doch rechnen Kenner der Branche mit drei und fünf Milliarden Euro Umsatz auf den unzähligen Weihnachtsmärkten der Republik . Rund 30 Euro gibt jeder Besucher im Schnitt aus. Das liegt nicht nur am tückischen Glühwein sondern auch an unserem stetig arbeitenden Unterbewusstsein und wie findige Standlbetreiber sich das zu Nutzen machen.
Kennen Sie beispielsweise den Endowment-Effekt? Hirnforscher fanden heraus, dass wir tatsächlich eine Art Schmerz empfinden, wenn wir uns von Dingen trennen müssen, die wir zuvor besessen haben. Darum wird ein gewiefter Verkäufer auch kein Problem damit haben, wenn wir das Objekt der Begierde erst ausführlich anfassen oder ausprobieren wollen. Denn sobald wir etwas in Händen halten, haben wir das Gefühl, es schon zu besitzen. Und es wieder abgeben zu müssen, tut weh.
Lassen sie sich davon den Besuch eines Christkindlmarktes nur nicht verleiden, doch sorgen sie für gute Stimmung. Interessanterweise sind gut gelaunte Zeitgenossen für diesen Effekt nämlich weniger empfänglich als Grantler.
tbc …